Methode

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Philosophische Praxis

Die Philosophische Praxis ist ein freies, offenes Gespräch. Sie ist nicht zwingend ein Ort, sondern mit “Praxis” ist das Praktizieren von Philosophie gemeint. Mit meiner Philosophischen Praxis biete ich einen Safe Space, in dem Menschen sich mit jedem Anliegen auf Augenhöhe gehört und gesehen fühlen. Gemeinsam ordnen wir Gedanken und Erfahrungen in größere Kontexte ein und schaffen so Möglichkeiten zur Vertiefung wie auch zur Distanzierung, zum Aufatmen und zur Freiheit. Zentral ist dabei die Arbeit an der Selbstbeziehung.

Meine Methode im Überblick: Arbeit an der Selbstbeziehung

Wenn ich vom “Selbst” spreche, so verstehe ich darunter vor allem ein Netz aus Beziehungen. Das Selbst ist immer schon Beziehung zu anderen Menschen, zum Leben, zur Welt, zur Gesellschaft, zur Existenz, zu sich selbst. Dieses Selbst wird durch alle Einflüsse, die auf es wirken, geformt. Einerseits entwickelt sich das Selbst also durch Einflüsse von außen (Fremdbestimmungen), wie auch durch den Einfluss, den es auf sich selbst ausübt (Selbstbestimmung). 

Die Beziehung zu Dir selbst ist der Knotenpunkt in Deinem Leben. Alles was Du erlebst und alle Beziehungen mit anderen Menschen gehen immer nur von Dir selbst aus und wirken auf Dich zurück. Du nimmst die ganze Welt mit dem Filter Deiner Selbstbeziehung wahr. Deine Selbstbeziehung kann unterschiedliche Formen annehmen: Selbsthass, Selbstkritik, Selbstakzeptanz, Selbstannahme, Selbstachtung, Selbsterkenntnis, Selbstverantwortung, Selbstfreundschaft, Selbstvertrauen, Selbstsicherheit, Selbstliebe, Selbstwirksamkeit… etc. Je selbst-bestimmter Du die Beziehung formst, desto positiver wird sie in der Regel 😉 

Selbstbeziehung Philosophische Praxis Weltkind

Kein Egoismus, sondern moralische Notwendigkeit

Bevor wir tiefer in das Thema einsteigen, ist es mir wichtig zu betonen, dass die Selbstbeschäftigung und Selbstfürsorge nicht automatisch egoistisch ist. Das ist ein veraltetes Denken. Das Ego ist der ungesunde Glaube an die eigene Bedeutung, Arroganz, Ich-bezogener Ehrgeiz. Doch gerade die Arbeit an der Selbstbeziehung hilft dabei, Distanz zum Ego zu gewinnen, indem man wahrhaftiger mit sich selbst umgeht und so allzumenschliche Eigenschaften und Glaubenssätze zu einer achtsamen, bewussten, liebevollen Haltung transformiert.

Du strahlst immer aus, was Du bist. Was Du verkörperst. Verletzte Menschen verletzen Menschen. Nur wenn Du mit Dir selbst gut umgehst, kannst Du auch mit anderen gut umgehen und langfristig für sie unterstützend wirken. Nur wenn Du in Deiner Kraft, in Deiner Energie bist, kannst Du diese auch an andere weitergeben. Nur so können wir den Kreislauf beenden, in dem Menschen ständig gegenseitig ihre inneren Konflikte, unreflektierten Gefühle, Traumata, Ängste etc. aufeinander projizieren. Nur so können wir für kollektive Heilung sorgen – indem wir bei uns selbst beginnen!

Die Philosophische Selbstfürsorge hat die Intention, Freiheit zu schaffen. Innere Freiheit aber auch mehr Freiheit im Miteinander. Es ist eine moralische Notwendigkeit, für Dich selbst zu sorgen und es ist nicht egoistisch.

Philosophische Selbstfürsorge

Selbstfürsorge kann auf verschiedenen Ebenen praktiziert werden (Körper, Sensorik, Gefühle, Verstand, Miteinander, Geist, Existenz). Im medialen Selfcare-Trend stehen meist nur die Ebenen von Körper und Gefühle im Vordergrund. Nimm ein schönes Bad, mach einen Spaziergang etc. Daran ist nichts falsch! Aber in vielen Fällen ist diese Form der Selbstfürsorge nur oberflächlich. Weil sie nicht die wirklich wichtigen existenziellen Fragen klärt, die dem Bedürfnis von Selfcare zugrunde liegen.

Viele praktizieren Selfcare, um ihren „Akku“, der im Alltag leer wurde, wieder aufzuladen. Aber wie kam es denn überhaupt dazu, dass er leer wurde? Die Grundbedingungen, warum das überhaupt passiert, werden selten reflektiert und kritisiert oder nachhaltig verändert.

Philosophische Selbstfürsorge geht viel tiefer, ist viel umfassender und verändert die Haltung zum Leben. Im Idealfall veränderst Du Dein Leben dahingehend, dass Dein Akku nie wieder leer wird!

„Die Sorge um sich“ war eine tiefgründige Lebensweise in der antiken Philosophie (z.B. bei Sokrates, Seneca, Mark Aurel, Epiktet). Es geht dabei um die Einübung in eine ethische reflektierte Lebensweise: Du hast Dein Leben selbstbestimmt in der Hand und gestaltest es aktiv, durchdacht und bestmöglich unabhängig von den Normen, Vorstellungen, Meinungen und Erwartungen anderer Menschen.

Du formst Dich damit selbst zu dem Menschen, der Du sein willst. Du darfst lernen, Dich liebevoll zum wichtigsten Menschen in Deinem Leben zu machen und dadurch neue Freiheit gewinnen! 

Die philosophische Selbstfürsorge steht im Gegensatz zum passiven Dahinleben, zum unreflektierten Anpassen an fremde Erwartungen, zum Leistungsdruck und dem Selbstoptimierungswahn unserer Gesellschaft.

Einfluss von Fremdbestimmungen

Von klein auf wird unsere Selbstbeziehung fremdbestimmt geformt. Als Menschen wachsen wir in ein bestehendes Sozialgefüge hinein, welches uns vorgibt, wie wir zu sein und zu denken haben. Das ist per se weder gut, noch schlecht. Es ist, wie es ist. Doch nur selten wird uns von klein auf gelernt, die Strukturen und Normen, anhand deren wir unsere Identität ausbilden, zu hinterfragen. Daher leben viele von uns ein Leben, das nicht wirklich “ihres” ist. Sie sind unglücklich und wissen nicht, wohin mit sich in dieser Welt. Sie funktionieren nur. 

Alles, was Du Dir nicht bewusst anschaust, hat Macht über Dich und raubt Dir Deine Freiheit. Problematisch wird es vor allem dann, wenn sich der Einfluss folgendermaßen zeigt:

  • Starke Orientierung im Außen/an anderen (Was denken/erwarten andere von mir? Andere ständig um Rat/Meinung fragen müssen. Entscheidungen nur schwer alleine treffen können etc.)
  • Mangelendes Selbstvertrauen/-bewusstsein/-wertgefühl
  • Endlose Grübelei; Sich verlieren in negativen Gedankenspiralen
  • Generelle Unzufriedenheit, Unglücklichsein
  • Gefühl des Versagens, Feststeckens, Nicht-Weiter-Wissens
  • Nicht wissen wer man ist und wohin man im Leben will
  • Selbstzweifel, Selbsthass, Kritik und Strenge mit sich 
  • (Ständiges) Überschreiten eigener Grenzen von selbst oder durch andere
  • Mangel an Selbstglaube; Unausgeschöpftes Potenzial
  • Innere Zerrissenheit, Überforderung
  • Ungelöste Konflikte/Scham/Schuld aus Vergangenheit
  • Angst/Sorgen bzgl. Zukunft
  • Innerer Druck, Stress, Unruhe, schlechtes Gewissen, Panikattacken, bis hin zu Depression und Burnout
  • Limitierende Glaubenssätze (Ich bin nicht genug, ich bin nicht wertvoll, ich bin nicht liebenswert, ich kann nicht…)
  • Passives Dahinleben; Antriebslosigkeit
Einschränkung der Freiheit durch Fremdbestimmungen Philosophische Praxis Weltkind

Befreie Dich von Fremdbestimmungen, komme in die Selbstführung

Wer frei leben will, muss philosophieren. Ohne Selbstreflexion laufen wir Gefahr, in Fremdbestimmungen verstrickt zu bleiben. Vernachlässige die tiefgründige Sorge um Dich, und Du entfremdest Dich letztlich von Dir selbst. Je tiefgreifender Du Dich mit Dir selbst beschäftigst, desto mehr Befreiung erlebst Du und kommst wieder in Verbindung zu Dir, zu Deinem Körper und Deinen Gefühlen. 

Wir können uns nie komplett frei machen von Fremdbestimmungen. Doch reflektierte Selbsterkenntnis und das Bewusstsein dafür, dass Deine Identität nicht einfach gegeben, sondern jeden Tag durch die Art und Weise Deiner Lebensführung aktiv zu gestalten ist, trägt zur Charakterbildung und zu einer ethischen Verbesserung des Selbst bei.

Die Philosophische Selbstfürsorge ist ein Anker im stürmischen und chaotischen Meer des Daseins, der Dir durch eine starke, aufrichtige Beziehung zu Dir Selbst Halt und Orientierung geben kann. Wenn Du Deinen inneren Kompass entwickelst, Dich lieben und Dir vertrauen gelernt hast, kann Dich nichts mehr so leicht erschüttern.

Es geht darum Verantwortung für Dich zu übernehmen, aktiv Dein Leben in die Hand zu nehmen, um es letztlich in mehr Leichtigkeit und Freude zu gestalten. So dass Du am Ende Deines Lebens sagen kannst: Ja, genauso wollte ich leben! Darin liegt Deine Freiheit! 

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Auf Umsetzung spezialisiert

Für die Reise zu Dir selbst und zu Deiner inneren Freiheit habe ich mich auf die Umsetzung im Alltag spezialisiert. Neben den tiefgründigen Gesprächen gebe ich Dir viel Material in Form von Workbooks und Worksheets an die Hand, um Dich in der Stärkung Deiner Selbstbeziehung zu üben. Außerdem begleite ich Dich bei aktuellen Herausforderungen oder Fragen auch per WhatsApp. 

Darüber hinaus arbeite ich nicht nur mit dem Denken – dem Verstand – sondern auch auf ganzheitlicher Ebene mit Praktiken des Embodiment wie Yoga oder Breathwork (emotionsfokussierte Atemarbeit). Innere Freiheit ist vor allem ein Gefühl und als solches sitzt es im Körper. 

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Häufige Fragen

Für Freiheit im Denken und Sein.

Friedrich Nietzsches Ideal ist der “freie Geist”: Dieser ist unvoreingenommen, ungebunden, traditionsfrei, vollkommen losgelöst von Schuld, Sitten oder Gesetzen. Der freie Geist betrachtet das Leben vollkommen unbeeinflusst von Religion, Moral und kulturell anerzogenen Perspektiven. 

Philosophie ist die Liebe zur Weisheit und sie macht uns zu Freigeister. Sie hat ihre größte Relevanz bei den alltäglichen Lebensfragen. Sie hilft dabei, die individuellen und gesellschaftlichen Bedingungen unseres Seins kritisch zu untersuchen und zu verstehen. Sie schafft Ordnung im Kopf, Klarheit und Wachstum. Sinnerfüllung, Seelenruhe und Gelassenheit können das Ergebnis eines philosophischen Lebens sein. Weisheit gibt es nicht ohne Liebe zur Weisheit und positive, selbstliebende Arbeit an sich selbst. 

Für Dein inneres Wachstum.

Die Selbstreflexion und die Bewegungen des eigenständigen Denkens während eines tiefgründigen Gesprächs sind sehr wertvoll: neue Perspektiven und Erkenntnisse werden gewonnen, Gedankenschleifen werden durchbrochen, Orientierungen und Entscheidungen werden klar uvm. Dies führt dazu, dass wir uns selbst besser verstehen, unser Leben in die eigene Hand nehmen und ein  Leben in Selbstbestimmung führen können. Wir können Dinge neu einordnen oder loslassen. Das kann das Leben wieder interessanter, leichter und bedeutungs-voller machen. Ein Gefühl von “Heilung” kann sich einstellen.

Zu Psychotherapie, Coaching & Lebensberatung​.

Die Philosophische Praxis therapiert nicht und berät nicht. Sie geht von der Autonomie und Würde aus und sieht ihre Besucher*innen nicht als „Patienten” oder als „krank” an. Der psychologische Blick ist trainiert darauf psychisch bedingte Phänomene in spezieller Weise wahrzunehmen, die Philosophische Praxis hingegen nimmt eher Abstand von theoriegeleiteten Modellen. Der Fokus liegt auf der Gegenwart, nicht auf der Vergangenheit oder der Zukunft.

Daher hat sie auch nicht wie im Coaching ein festes Ziel, auf das hingearbeitet wird, sondern es geht um Reflexion in der Tiefe. Es kann ein „Ziel“ geben, aber das ist eher schwammig wie z.B. die Weiterentwicklung des Selbstwertgefühls. Außerdem kann und darf sich das „Ziel“ im Prozess ändern.

Für das, was Dich mehr anspricht.

Das sollte in jedem Fall in Bezug auf Deine Situation individuell abgeklärt werden. Philosophische Praxis ist keine Therapie! Es muss jedoch kein Entweder-Oder sein. Psychotherapie und Philosophische Praxis können sich gut ergänzen.

Für viele Probleme im Leben braucht es keine Therapie, weil sie nicht auf einem psychischen Trauma beruhen. Oft sind die Konzepte in der Gesellschaft oder unser Selbst- und Weltbild der Grund dafür, dass es uns schlecht geht, wir nicht weiter wissen oder wir das Gefühl haben “festzustecken”. Durch tiefgründige Gespräche können wir uns genauso weiterentwickeln und es können sich Lösungen oder neue Wege auf den Pfad unserer eigenen Lebenskunst ergeben.

Es ist ein Irrtum zu glauben, die Psychologie könne die Philosophie ersetzen. Gut leben zu lernen, zu lernen, den Tod nicht zu fürchten, mit sich selbst in seiner eigenen Haut zurecht zu kommen und gut für sich selbst zu sorgen, oder ganz einfach, mit den Banalitäten des täglichen Lebens umzugehen, mit der Langeweile, der Vergänglichkeit, das war bereits Ziel der antiken Philosophen. Themen wie Depression, Burnout, Angst, Stress, Schlafprobleme, Essstörungen oder (auto-)aggressives Verhalten können auch auf philosophischer Ebene in den Blick genommen werden.

Ein Teil der Welt, getrennt und doch verbunden​.

Der Name „Weltkind” drückt eine bestimmte Haltung zum Leben aus. In ihm steckt das kindliche Staunen über die große weite Welt – worin der Ursprung aller Philosophie liegt. Als Menschen streben wir nach Erkenntnis, indem wir nach unserem Dasein, nach dem Leben und den Dingen in der Welt fragen. Kinder stellen viele Fragen meist noch unbekümmerter, als wir Erwachsenen es tun. Doch neugierig zu sein und offene Fragen zu haben ist zutiefst menschlich. Im Kind steckt Neuanfang, Unschuld, Urvertrauen, Verbindung zu einer höheren Instanz.

Meine Methode ist durch den Fokus auf die Umsetzung im Alltag sehr effektiv und nachhaltig.

Anstatt eine jahrelange therapeutische Abhängigkeit zu erzeugen, sind meine Kund*innen in der Regel 4 bis 6 Monate bei mir. Es genügen 3 bis 12 Gesprächseinheiten, um inneres Wachstum und eine neue Lebensqualität zu spüren.

Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Die weiteren Kosten hängen von der individuellen Vereinbarung ab, die wir anhand Deiner Bedürfnisse miteinander treffen. 

In der Regel sind das € 200,- pro tiefgründiges Gespräch (75 Minuten) inklusive aller Steuern, Arbeitsunterlagen, Protokoll und WhatsApp Begleitung außerhalb der Gesprächssessions. 

Für Schüler*innen, Student*innen und Arbeitslose sind es € 150,- pro tiefgründiges Gespräch (75 Minuten). 

Die Gespräche finden in der Regel online auf Zoom oder ggf. über das Telefon statt. 

In Kürze werde ich auch einen Praxisraum in 1080 Wien haben, in dem ich an bestimmten Wochentagen auch persönliche Gespräche anbiete.

Ja. Die Gespräche sind strikt vertraulich. 

Ja. Ich gebe auch Supervision bzw. biete Personen aus anderen Fachrichtungen (Psychotherapeut*innen, Coaches etc.) einen Raum zur tiefgründigen Selbsterfahrung und Reflexion der eigenen Arbeit.

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