Methode

Philosophische Praxis & Breathwork

Selbstführung als Antwort auf Fremdbestimmung

Wer frei leben will, darf philosophieren und lernen, sich selbstbewusst zu führen. Denn solange Du Dich unbewusst an Erwartungen, Ängsten oder Meinungen anderer orientierst, gestaltest Du Dein Leben nicht selbst – Du wirst von äußeren Umständen gestaltet.

Meine Arbeit verbindet Philosophische Praxis, Breathwork und emotionale Selbstführung zu einem ganzheitlichen Ansatz für mehr Klarheit, innere Freiheit und gelebte Lebenskunst.

Verstehen

Durch tiefgründige philosophische Gespräche erforschen wir Deine Themen, Muster, Zweifel und Lebensfragen. Gemeinsam erkennen wir, was wirklich Deines ist – und was Du vielleicht unbewusst von Familie, Gesellschaft oder anderen Menschen übernommen hast.

Du gewinnst neue Perspektiven, erkennst blinde Flecken und entwickelst ein tieferes Verständnis für Dich selbst. Denn Klarheit entsteht nicht durch noch mehr Wissen, sondern durch Selbsterkenntnis.

Spüren

Viele Menschen verstehen ihre Themen bereits – und bleiben dennoch im Kreis ihrer Gedanken gefangen. Deshalb beziehen wir auch die Ebene des Körpers mit ein.

Durch Breathwork entsteht ein direkter Zugang zu Gefühlen, inneren Blockaden und unbewussten Mustern. Kopf, Herz und Körper kommen wieder in Verbindung. Du hörst auf, Dein Leben nur zu analysieren – und beginnst, es wieder zu erleben.

Leben

Veränderung entsteht nicht durch Erkenntnis allein, sondern durch die Art, wie Du Dein Leben im Alltag führst: die Fähigkeit, Entscheidungen aus innerer Klarheit zu treffen, gesunde Grenzen zu setzen, Dir selbst zu vertrauen und Dein Leben bewusst nach Deinen eigenen Werten auszurichten.

So entsteht Schritt für Schritt ein Leben, das sich nicht länger nach Fremdbestimmung anfühlt – sondern nach Dir.

INHALTSVERZEICHNIS

Deine Realität ist der Spiegel Deiner Selbstbeziehung

Du nimmst die ganze Welt durch den Filter Deiner Selbstbeziehung wahr, deshalb ist sie die wichtige Beziehung in Deinem Leben. Du siehst und erlebst die Welt nicht so, wie sie »objektiv« ist, sondern so, wie Du bist. Jede Beziehung nach außen spiegelt auch Anteile Deiner Innenwelt. Es macht also einen Unterschied, ob Du Ablehnung, Groll oder Unsicherheit mit Dir selbst empfindest… oder ob Du Dir Annahme, Freundschaft, Vertrauen, Liebe und Sicherheit entgegen bringst. Je bewusster, selbstbestimmter und liebevoller Du Dich selbst formst, desto klarer, leichter und erfüllter wird auch Dein Blick auf die Welt.

Was ist denn das »Selbst«? Die Seele? Das Ego? Gibt es ein »wahres« Selbst? Das sind Fragen, über die ich Dich einlade zu philosophieren. Ich bin der Ansicht, das Selbst ist als Beziehung zu fassen. Es steht im Verhältnis zu sich selbst und immer auch im stetigen Austausch mit der Umwelt. Es steht auch in Beziehung zu anderen Menschen, zur Gesellschaft, zur Welt, zum Universum. »Selbst« und »Selbstbeziehung« bedeuten also das Gleiche. Die Selbstbeziehung wird geformt durch alle Einflüsse, die auf sie einwirken. Das sind Einflüsse von außen (Prägungen, Konditionierungen, Fremdbestimmungen etc.) und auf der anderen Seite können wir auch selbst bewussten Einfluss auf uns ausüben (Selbstbestimmung, Autonomie). Das Ergebnis dieses laufenden Prozesses ist die Identität.

Selbsterkenntnis ist »Selbstheilung« dank Selbstermächtigung

Das Wort philosophia stammt aus dem Altgriechischem und bedeutet »Liebe zur Weisheit«. Die Philosophie beginnt im menschlichen Staunen über die Welt. In der Neugierde, Fragen zu stellen, über die Wahrheit des Seins nachzudenken und die Zusammenhänge der Natur, des Lebens und der Gesellschaft zu verstehen zu versuchen. Ihre Ursprünge führen zurück auf das antike Griechenland vor etwa 2500 Jahren, aber auch auf China, Indien und Afrika. Die Philosophie ist die »Mutter« aller Wissenschaften – alle anderen Disziplinen wie z.B. die Psychologie oder die Physik sind erst aus ihr entstanden. Philosophie wurde schon damals als »Therapeutikum« oder »Heilmittel« für die »Krankheiten der Seele« bezeichnet und das hat sich bis heute nicht geändert.

In der Philosophischen Praxis kommen wir im gemeinsamen Gespräch ins Denken oder nutzen auch wertvolle Techniken um uns im Alltag in Lebensweisheit einzuüben. Diese Arbeit öffnet den Geist von voreingenommenen, kulturell anerzogenen, traditionsbehafteten Gedanken und macht uns zu selbstbestimmten Freigeistern.

Wir brechen aus Gedankenschleifen aus und erweitern den Denkhorizont. Wir können Dinge neu und klar einordnen oder loslassen. Wir verstehen uns besser und stärken den inneren Kompass sowie die Fähigkeit zur autonomen Selbstführung. Das kann das Leben wieder interessanter, leichter und bedeutungsvoller machen. Wir treffen weisere Entscheidungen und fühlen uns zufriedener. Wir führen insgesamt ein achtsameres Leben, weswegen Philosophische Praxis auch eine Bedeutung im gesellschafts-politischen Kontext hat, demokratisches Zusammenleben fördert und ein wichtiger Bestandteil von Bildung Kindern wie auch Erwachsenen sein sollte. 

Das »Außen« hat Dich immer schon fremdbestimmt geprägt

Fremdbestimmung ist per se kein Übel. Um in ein bestehendes Sozialgefüge hinein zu wachsen, benötigen wir von klein auf nun mal gewisse Vorgaben. Doch wir lernen in der Schule, Familie oder Gesellschaft nur wenig darüber, wie ein selbstbestimmtes, glückliches Leben wirklich gelingt, geschweige denn die Strukturen und Normen, anhand deren wir unsere Identität ausbilden, zu hinterfragen. Daher leben viele Menschen ein Leben, das gefühlt nicht wirklich »ihres« ist. Sie fühlen sich entfremdet und unglücklich, als ob sie nicht in die Welt passen. Sie funktionieren nur im System, ohne sich zu spüren oder einen Plan zu haben, was sie von ihrem Leben wirklich wollen. Sie verlieren sich in Beziehungen, Konsumorientierung, Leistungsdruck, Stress oder Optimierungswahn. 

Viele Menschen lassen sich treiben und leben, als wären sie unsterblich und hätten unendlich viel Zeit. Sie verschieben wichtige Entscheidungen, Träume und Veränderungen in die Zukunft und merken erst spät, dass das Leben bereits vergangen ist. Sie denken:

  • Wenn ich mehr Zeit habe, werde ich glücklicher sein.
  • Wenn ich erfolgreich bin, werde ich zufrieden sein.
  • Wenn ich alles geregelt habe, kann ich anfangen zu leben.

Dieses unbewusste Wenn-dann-Denken führt dazu, dass das Leben immer in der Zukunft stattfindet – aber nicht im Jetzt.

Die Folge: Sinn- und Identitätskrisen, Erschöpfung, Überforderung, Angst, innere Leere, Weltschmerz etc. Sie funktionieren – nach fremdbestimmten Regeln, die nicht ihre sind.

Alles, was Du Dir nicht bewusst ansiehst, hat Macht über Dich und raubt Deine Freiheit

Fremdbestimmung ist alles das, was Deine Identität von »außen«  beeinflusst und prägt. Vieles davon hast Du unbewusst schon von klein auf internalisiert. Es ist Dir zur selbstverständlichen Denk- und Handlungsgewohnheit geworden, dass Du es vielleicht gar nicht bemerkst. Vielleicht glaubst Du, dass Du schon sehr frei bist und Dein Leben in der Hand hast. Lass uns prüfen, ob das wirklich so ist. 

Prüfe, ob Du fremdbestimmt lebst:

  • Starke Orientierung am Außen: an anderen Menschen, Meinungen, Ratschlägen, Vergleichen, Social Media, "man sollte", "man muss", was andere von Dir denken, welches Bild andere von Dir haben usw.

  • Angst & Unsicherheit: klare Entscheidungen zu treffen fällt Dir schwer, Veränderungen sind bedrohlich, Zukunfts- & Existenzängste, Panikattacken, Sinn- & Identitätskrise

  • Überforderung & Orientierungslosigkeit: Gefühl von Verlorensein, Unklarheit, Verzweiflung, Gefühl von Zerrissenheit, Weltschmerz, Sinnlosigkeit

  • Grübeln & Overthinking: negative Gedankenkarusselle, was-wäre-wenn-Gedanken, Druck im Kopf, häufig Kopfweh

  • Innerer Druck & Stress: häufige Unruhe als Gewohnheit, Nervosität, nicht entspannen können, Schlafstörungen

  • Selbstzweifel: fehlendes Selbstvertrauen, lauter innerer Kritiker, harte Bewertung, Umgang & Kampf mit Dir selber

  • Erschöpfung & Depression: Ausgebranntsein (Burnout), Verlust von Lebensfreude, Motivationslosigkeit, passiv dahinlebend, taub, eingefroren

  • People Pleasing: Du versuchst es allen recht zu machen, bist extrem hilfsbereit, passt Dich an, willst alles »richtig« machen, sagst zu häufig »Ja«, vernachlässigst dabei aber eigene Bedürfnisse und Grenzen

  • Angst vor Ablehnung & Kritik: Angst andere zu enttäuschen oder zu verletzen, Vermeidung von Zurückweisung durch unterwürfiges, perfektionistisches Verhalten

  • Selbstwert durch Leistung: Du fühlst Dich nur wertvoll und empfindest Deine Zeit nur dann als sinnvoll, wenn Du produktiv bist (»Nichtstun« = nichts wert), Du lässt Dich ausbeuten oder beutest Dich selbst aus

  • Innerer Mangel & Leere: Du fühlst Dich nicht gut genug, grundlos unzufrieden, frustriert, als würde etwas fehlen

  • Suche nach Anerkennung: Du strebst nach Lob & Bestätigung von anderen, hast das Gefühl Dich beweisen und rechtfertigen zu müssen

  • Vergleiche & Selbstoptimierung: Du willst ständig etwas an Dir verbessern (äußerlich und innerlich), strampelst Dich im Hamsterrad für Erfolg ab, hast Gefühle des Versagens, Scheiterns oder Feststeckens im Leben

  • Unterdrückung von Emotionen: Du spürst Dich nicht, fühlst Dich mit unbequemen Gefühlen und Emotionen nicht sicher (Scham, Schuld, schlechtes Gewissen, Wut, Trauer, Angst, Gier, Neid, Eifersucht...)

  • Entfremdung & Einsamkeit: Funktionsmodus, Verschlossenheit, Isolation, Gefühl des Abgetrenntseins von der Welt, von anderen Menschen, keine tiefere Verbundenheit mit Dir selbst und Deinem Körper

Bereit für ein selbstbestimmteres Leben in mehr Freiheit?

Selbstsorge als ethische Praxis der Freiheit

Meine Arbeit in der Philosophischen Praxis beruht auf intellektuell fundierter, wissenschaftlich erforschter und praktisch erprobter Selbstsorge. Ein freies, selbstbestimmtes Leben baut auf Selbstsorge als Fundament für eine stabile Selbstbeziehung. Dein Ich „wohnt“ in Deinen Gewohnheiten. Selbstsorge, in Form von tiefgründigen Gesprächen, Übungen oder Selbsttechniken praktiziert, stärkt und hält Dich und gibt Dir Kraft, Dein Leben bewusst, erfüllt zu gestalten. 

Die „Sorge um sich“ wurde in dieser Form schon von antiken Philosophen zur Vervollkommnung der Seele praktiziert (z.B. von Sokrates, Seneca, Mark Aurel, Epiktet). Und sie ist bis heute aktuell.

Sie ist ein Gegenpol, durch den wir in Zeiten neoliberaler Steigerungslogik und Selbstoptimierung in unsere Mitte finden können. Hier definierst Du selbst, was „besser“ oder „genug“ für Dich bedeutet. Du kannst Dich von fremdbestimmten Maßstäben lösen und mehr Frieden finden, indem Du Dein Leben mehr nach Deinen eigenen Werten, Bedürfnissen, Grenzen und Wünschen als Maßstab ausrichtest. Du wirst Dir auch spürbar bewusster über Deinen Energiehaushalt. Wer oder was Dir Energie gibt und raubt. So dass Du nicht das Gefühl hast, Dein Leben wie ferngesteuert zu führen und Deinen Körper als Maschine zu behandeln, nur zu funktionieren, und immer wieder zu erleben, wie Deine innere „Batterie“ leer wird.

Deine Selbstsorge verbessert die Welt

Die Beschäftigung mit Dir selbst ist nicht automatisch »egoistisch«. Das Ego bildet sich aus sozialen Prägungen, Kränkungen, emotionalen Verletzungen und zeigt sich im negativen Sinne z.B. oft unbewusst in Arroganz, Aggression, Gier, Neid, Wut, Angst, Ich-bezogener Ehrgeiz oder dem Bedürfnis zur Überhöhung über andere. Bewusste innere Arbeit hilft, Distanz zum Ego zu gewinnen, sich nicht mehr ausschließlich unbewusst damit zu identifizieren, und achtsamer und wahrhaftiger zu sein. So können die aus einer Wunde entsprungenen Überlebensstrategien und Glaubenssätze sorgsam transformiert werden.

Du strahlst immer das aus, was Du in Deiner Energie bewusst und unbewusst verkörperst. Wenn Du für Dich sorgst, in Deiner Kraft bist und klare Grenzen hast, kannst Du auch nachhaltig positiv auf andere wirken. So können wir den Kreisläufe durchbrechen, in denen wir gegenseitig innere Konflikte, unterdrückte Gefühle, Trauma, Ängste etc. aufeinander projizieren. So tragen wir zu kollektiver Weiterentwicklung bei. Je erfüllter und glücklicher Du bist, desto mehr Kapazität hast Du auch, anderen etwas zurück zu geben

Häufige Fragen

In der Philosophischen Praxis wirst Du nicht therapiert, gecoacht oder beraten. Die Philosophische Praxis geht von Deiner Autonomie und Würde aus. Sie betrachtet ihre Kund*innen nicht als Patient*innen oder als psychisch „krank“. Der psychologische Blick ist trainiert darauf psychisch bedingte Phänomene in spezieller Weise wahrzunehmen, die Philosophische Praxis hingegen nimmt eher Abstand von theoriegeleiteten Modellen. Auch wird nicht immer auf ein feststehendes Ziel hingearbeitet, sondern die eigenständigen Bewegungen des Denkens, der Wechsel zwischen Perspektiven und die Reflexion in der Tiefe stehen im Vordergrund. Philosophische Gespräche eröffnen Dir den Raum, die Grundbedingungen Deines Lebens aus neuen Blickwinkeln zu hinterfragen.

Für das, was Du brauchst, damit Du Dich aufgehoben fühlst.

Das sollte in jedem Fall individuell abgeklärt werden. Philosophische Praxis ist keine Therapie und behandelt keine psychischen Traumata. Es muss jedoch kein Entweder-Oder sein. Psychotherapie und Philosophische Praxis können sich sehr gut ergänzen.

Für viele Probleme im Leben braucht es auch keine klassische Therapie, wenn Du nicht als Patient*in gesehen werden willst. Oft sind die Konzepte in der Gesellschaft oder unser Selbst- und Weltbild der Grund dafür, dass es uns schlecht geht, wir nicht weiter wissen oder wir das Gefühl haben „festzustecken“. Durch tiefgründige Gespräche können wir uns weiterentwickeln und es können sich Lösungen oder neue Wege auf der Reise zu uns selbst ergeben.

Tatsächlich ist die Philosophie die Mutter alle Wissenschaften und so ist auch die Psychologie erst aus der Philosophie entstanden.

Es ist ein Irrtum zu glauben, Psychologie könne Philosophie ersetzen. Gut leben zu lernen, zu lernen, den Tod nicht zu fürchten, mit sich selbst in der eigenen Haut zurecht zu kommen und gut für sich selbst zu sorgen, oder ganz einfach, mit den Banalitäten des täglichen Lebens umzugehen, mit der Langeweile, der Vergänglichkeit, das war bereits Ziel der antiken Philosophen. Alle Themen, die unser Leben betreffen oder seine Qualität einschränken, können auch auf philosophischer Ebene in den Blick genommen werden.